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Schriftzug Hausfrauenveband Kassel e.V.
HERZLICH WILLKOMMEN IM MONAT JANUAR 2012




UNSEREN LESERN WÜNSCHEN WIR EIN
GUTES NEUES JAHR 2012


Wenn's alte Jahr erfolgreich war,
Mensch freue Dich auf's Neue,
und war es schlecht - ja dann erst recht.





Die Frage des Monats Januar 2012:
Wissen Sie, was Gewürzschmierer sind?

Gewürze sind seit der Antike Statussymbole, Heilmittel, Tauschware, die sich nur besonders gut gestellte und begüterte Menschen leisten konnten. Pfeffer gilt als König der Gewürze, Safran ist der Kaiser. Was ihn so wertvoll macht, ist seine Produktionsmethode.


  


Jeweils nur drei Blütenfäden pro Krokusblüte werden von Hand gesammelt, getrocknet, wobei sie 80 % ihresGewichts verlieren und der typische Safrangeruch- oder Geschmack entsteht. Daraus ergibt sich, dass man 200.000 bis 400.000 Safranfäden ernten muss, um ein Kilogramm Safran zu bekommen, das erklärt auch den hohen Preis.


Da blieb es nicht aus, dass findige Fälscher mit Tricks arbeiteten, um Safran zu imitieren oder zu „strecken“. Fremde Pflanzenteile, gefärbte Fleischfasern, gelbe Kreide, Schmirgel, Sirup, Schwerspat u. ä. wurden dem Safran zugesetzt. Diese einfallsreichen Fälscher wurden Gewürzschmierer genannt und hatten mit der Todesstrafe zu rechnen. Noch im 15. Jh. wurden Safranfälscher bei lebendigem Leib verbrannt. In Nürnberg gab es ab 1357 eine Schauanstalt, um alle Safranlieferungen vor dem Verkauf zu prüfen.


Echter Safran ist immer noch sehr teuer und wird daher in 3-Gramm-Tütchen zum Verkauf angeboten. Da ist es schon verlockend, aus Urlaubsländern in Südeuropa oder Nordafrika und Asien preiswert Safran auf Basaren zu erwerben. Doch Vorsicht! Gewürzschmierer gibt es immer noch! Nur droht ihnen heute keine Todesstrafe mehr. Billiger „Safran“ wird mit Kurkuma und anderen Bestandteilen, wie z. B. Ringelblumenblüten, „verlängert“. Natürliches Misstrauen beim Kauf von Safran ist angebracht.Der hohe Preis resultiert aus der mühseligen Gewinnungsmethode und ist daher gerechtfertigt.

Wenn Touristen aus Spanien stolz Safrantüten in der Größe von Backpulverpäckchen mitbringen, die überaus preiswert erstanden wurden, dann handelt es sich nicht um echten Safran, sondern um ein Kunstprodukt zum billigen Färben des spanischen Nationalgerichts Paella.



Beim Kauf dieses Produkts wird dem deutschen Urlauber durch die Bezeichnung suggeriert, dass es sich beim Inhalt um Safran handelt. Der Hersteller gibt auf der Verpackung an, dass Salsafran ein "Colorante Alimentario" ist.

In diesem Fall handelt es sich ausdrücklich nicht um Gewürzschmiererei!

Fotos: eigene; Safranblüte gemeinfrei
H. S. und M. D.


Das Rezept des Monats Januar 2012 aus unserem Kochbuch


Knäckebrot   Seite 31

300 g Mehl (Dinkelmehl)
 1/8 l Wasser
 80 g Butter
 1 TL Salz
 3 EL Leinsamen
 5 EL Sesam
 5 EL Sonnenblumenkerne

alle Zutaten gründlich verkneten
10 Min ruhen lassen
auf gefettetes Backblech verteilen
vor dem Backofen auf Knäckebrotgröße schneiden
Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen
15 - 20 Min bei 200° C im vorgeheizten Ofen backen
danach auf einem Tuch austrocknen lassen
im geschlossenen Behälter aufbewahren
nicht zusammen mit Brot lagern

Hinweis:
Knäckebrot ist typisch skandinavisch (schwedisch: "knäcka" - brechen), enthält höchstens 8 % Wasser, ist deshalb dauerhaft lagerfähig

der Nährwert ist durch den hohen Krustenanteil im Verhältnis zum Brotgewicht relativ hoch



"Haushaltstipp" des Monats Januar 2012:

Verwendung von trockenem Brot


Der Festmonat Dezember mit dem Jahreswechsel ist die Zeit geselliger Runden mit gemütlichem Essen. Erfahrungsgemäß bleiben Brotreste übrig. Eine ganz schmackhafte Verarbeitung von „altem“ Brot ist „Panzanella“, ein toskanischer Brotsalat aus unserem Buch 50 Brot Köstlichkeiten, S. 57.



"Oldie" des Monats Januar 2012:

Heißer Tipp gegen große Kälte



Altbewährte Schaffelle wärmen auf kalten Autositzen und kühlen Ledersesseln, als Unterlage im Bett in kalten Nächten und zum Einmummeln von kleinen Kindern auf Schlitten oder im Kinderwagen. Sie wirken im Sommer und im Winter temperatur- und feuchtigkeitsausgleichend und haben durch das Wollfett einen natürlichen Schutz vor Verschmutzung. Die Felle werden regelmäßig gelüftet, ausgeschüttelt und nur bei richtiger Verschmutzung in mildem Wollwaschmittel gewaschen.







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