"Oldie" des Monats Januar 2012:
Heißer Tipp gegen große Kälte
Altbewährte
Schaffelle wärmen auf kalten Autositzen und kühlen Ledersesseln, als
Unterlage im Bett in kalten Nächten und zum Einmummeln von kleinen
Kindern auf Schlitten oder im Kinderwagen. Sie wirken im Sommer und im
Winter temperatur- und feuchtigkeitsausgleichend und haben durch das
Wollfett einen natürlichen Schutz vor Verschmutzung. Die Felle werden
regelmäßig gelüftet, ausgeschüttelt und nur bei richtiger Verschmutzung
in mildem Wollwaschmittel gewaschen.
"Oldie" des Monats Dezember 2011: Barbarazweige
Am 4. Dezember ist der Tag der Heiligen Barbara (Schutzpatronin gefährlicher Berufe), die ca 300 n. Chr. vermutlich in Asien lebte. Sie gilt als Märtyrerin, weil sie sich gegen väterlichen Willen dem Christentum zuwandte, in Gefangenschaft kam und auf dem Weg zum Gefängnis an Zweigen hängen blieb. Einen davon nahm sie mit, stellte ihn ins Wasser. Der Zweig begann an dem Tag zu blühen, als sie zum Tode verurteilt wurde. Der Barbaratag wird auch noch heute von Angehörigen gefährlicher Berufe gefeiert. Vor dem Hintergrund dieser Märtyrergeschichte werden am 4. Dezember Zweige von Forsythien, Haselnüssen, Kirsch- oder Apfelbäumen geschnitten und in eine Vase mit Wasser gestellt, sie erblühen um die Weihnachtszeit.
"Oldie" des Monats November 2011: Aus gegebenem Anlass: "Oikonomia" Über die Hauswirtschaft wurde schon vor über 2000 Jahren nachgedacht. Man verlangte von einem guten Hausvater eine Ethik des Masses, die Ausgaben dürfen nicht höher sein als die Einnahmen". Danach versuchen auch heute die meisten Haushalte zu leben. Wer als erster darüber nachdachte, war ein Grieche!
Aristoteles, der griechische Philosoph der Antike, verfasste seinerzeit Schriften über die Hauswirtschaft unter dem Titel "Oikonomia". Und was macht das Land, das uns die Ökonomie beschert hat, heute?
"Oldie" des Monats Oktober 2011:Möhrensuppe als Heilmittel
500 g geschälte Karotten in einem Liter Wasser eine Stunde lang kochen, danach pürieren, mit kochendem Wasser auffüllen zu einem Liter, mit 3 g Salz abschmecken. Wichtig ist, dass die Karotten eine Stunde lang kochen, um die Durchfallbakterien zu bekämpfen. Sofort bei Beginn der Beschwerden soll mehrmals am Tag von dieser Suppe gegessen werden.(Professer Ernst Moro bekämpfte bereits Anfang des 20. Jh. in der Heidelberger Kinderklinik erfolgreich Durchfallerkrankungen bei Kindern.)
"Oldie" des Monats September 2011: Eingelegte Rote Bete im Steintopf
Frische, kleine Rote Bete unter fließendem Wasser reinigen, ohne die Schale zu verletzen, die Blätter abdrehen und die Wurzel nicht zu kurz abschneiden, damit die Rüben nicht ausbluten, in Salzwasser vorkochen, kurz in kaltem Wasser abschrecken, die Haut lässt sich dann mit den Fingern ablösen, Rote Bete in Scheiben schneiden, ein Stück frischen Meerrettich in Stückchen schneiden, beides abwechselnd mit etwas Kümmel in einen Steintopf schichten, milden Weinessig erhitzen, darüber gießen, die roten Bete müssen vom Essig bedeckt sein. Den Topf mit Pergamentpapier abdecken, kühl stellen, durchziehen lassen. Nach ein paar Tagen hat man eine schnelle Beilage zu Kartoffel- oder Nudelaufläufen, Eierspeisen und Fleischgerichten.
"Oldie" des Monats August 2011: Rosen-Raum-Duft
Foto: M. D.
In eine Flasche werden stark duftende Rosenblätter gestopft, die zarten Blätter möglichst dabei nicht zerdrücken, auf jede Schicht Blätter etwas Salz geben, zuletzt ein wenig Weingeist darüber gießen und die Flasche gut verschließen. An einem kühlen Ort aufbewahren. Wenn Sie nun ein Zimmer voll Rosenduft haben möchten, stellen Sie die geöffnete Flasche darin einige Zeit auf.
"Oldie" des Monats Juli 2011:
Die Fliegen von dem Fleische abzuhalten (aus Küchengeheimnisse ... von 1850 aus Süddeutschland)
Wenn man das Fleisch mit Estragon (ein bekanntes Suppenkraut) einreibt, so hält dieses Mittel die Fliegen vom Fleische ab.
"Oldie" des Monats Juni 2011: Was tun bei übergekochten Speisen?
Übergekochte Milch oder andere Speisen, die auf die heiße Herdplatte gelaufen sind, werden reichlich mit Haushaltssalz bestreut. Dadurch wird unangenehmer Geruch gemindert, das noch stärkere Einbrennen wird verhindert und die Reinigung wird erleichtert. Die Rückstände lassen sich mit einem Schaber vom Ceranfeld lösen. Dieses Verfahren ist alt bewährt und hat schon vor Jahrzehnten auf Kohleherden funktioniert.
"Oldie" des Monats Mai 2011: WaldmeisterbowleDer Waldmeister wird vor der Blüte, am besten frühmorgens, gepflückt und bis zum Gebrauch ausgebreitet im Keller aufbewahrt. Leicht angewelkte Kräuter haben das beste, ganz frische das schwächste und trockene ein heuartiges starkes Aroma. Ein Bündel Waldmeister wird so in den gekühlten Wein gehängt, dass die Schnittstellen über der Oberfläche bleiben. Nach fünf Minuten Kostprobe, ob genügend Aroma ausgezogen ist. Eiskühlung und Sekt an Maibowle wird für verfehlt gehalten.
"Oldie" des Monats April 2011: Alte Verfahren, Eier zu färben
Eier braun färben: Gesammelte Zwiebelschalen und zwei bis drei Beutel schwarzen Tee in einen Topf mit ausreichend kaltem Wasser geben, möglichst braune Eier darin hart kochen, herausnehmen, mit kaltem Wasser abschrecken, abtrocknen, mit Öl oder Speckschwarte einreiben. Die so gefärbten Eier bekommen ganz viele verschiedene braune Farbnuancen. Strukturen, die durch natürliche Kalkablagerungen auf der Schale vorhanden sind, werden sichtbar. Die natürlich gefärbten braunen Eier sehen in dem grünen Osternest sehr schön aus und sind besonders für Allergiker zu empfehlen, die keine künstlichen Farbstoffe vertragen.
Einen Batik-Effekt erreicht man, wenn auf die rohen Eier kleine Pflanzenblätter gelegt werden. Um diese Blätter zu fixieren, wird jedes dekorierte Ei mit einem Nylonstrumpf überzogen, der zugeknotet werden muss. Danach werden die Eier nach Wunsch hart gekocht, aus den Strümpfen genommen, nach Ablösen der Blätter zeigt sich das Muster, zum Schluss noch einfetten. Einen weiteren Effekt kann man dadurch erzielen, indem man Wattestäbchen in Essig oder Zitronensaft taucht und die Eier betupft (Pünktchen oder Striche). Die Säure ätzt die Farbpigmente weg, der Vorgang ist unschädlich. Zum Schluss einfetten nicht vergessen.
"Oldie" des Monats März 2011 Lästiger Zwiebelgeruch an den Händen ...
... verliert sich, wenn die Hände mit frischem Zitronensaft eingerieben und danach kalt abgewaschen werden. Es eignen sich auch Limetten oder Orangen.
Wichtig ist, sich die Hände nicht mit warmem, sondern mit kaltem Wasser zu reinigen, da sich die Hautporen durch warmes Wasser öffnen und der Geruch dadurch verstärkt wird.
Es gibt Menschen, die schwören auf die Salzmethode: etwas Salz mit etwas kaltem Wasser vermischen, die Hände damit einreiben, danach mit kaltem Wasser abspülen.
"Oldie" des Monats Februar 2011: Warme Füße wie zu Großmutters Zeit
In eine geeignete hohe Schüssel oder einen Eimer warmes Wasser und 2 EL Meersalz füllen, Füße hineinstellen, mit heißem Wasser nach und nach auffüllen, bis 38 bis 40 °C erreicht werden. Fünf Minuten Fußbad nehmen. Danach Füße sofort mit Tuch trockenrubbeln, Stricksocken anziehen.

Tipp: Es gibt wärmende Fußcremes, die auch die Haut - vor allem im Winter - pflegen. Sofort nach dem Fußbad anwenden. (Foto: M. D.)
"Oldie" des Monats Januar 2011: (Zeitloses) Rezept für das neue Jahr
Man nehme 12 Monate, putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und Angst, zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile, so dass der Vorrat genau für ein Jahr reicht. Es wird jeden Tag einzeln angerichtet aus einem Teil Arbeit und zwei Teilen Frohsinn und Humor, man füge 3 gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu, einen Teelöffel Toleranz, ein Körnchen Ironie und eine Prise Takt. Dann wird die Masse reichlich mit Liebe übergossen. Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit.Katharina Elisabeth Goethe (1731 – 1808) Mutter von Johann Wolfgang von Goethe
"Oldie" des Monats Dezember 2010: Met als Heilmittel
Met ist ein germanisches Kult-Getränk aus vergorenem Honig und Wasser. Von den Germanen lernten es die Römer kennen, sie ersetzten Wasser durch Wein und nannten es "mulsum". Schon antike Lehrbücher setzten die Heilkräfte von Met gegen Magen- und Darmbeschwerden, als Brech- und Abführmittel bei Vergiftungen, gegen Geschwüre und Entzündungen ein. Die Römer verwendeten ihr Mulsum, mit den unterschiedlichsten Zutaten gemischt, gegen eine Vielzahl von Krankheiten: "... mit Zusatz von fein gestoßenen Haselnüssen zur Bekämpfung chronischen Hustens, mit Weidelgras vermengt gegen Hüftschmerz, mit Steinlinsenmehl gemischt für Frauen zur Wiedergewinnung einer gewissen Körperfülle nach Krankheiten und bei Auszehrung."
"Oldie" des Monats November 2010: Apfelbutter - nach einem Rezept der Amish-People
Amish People (USA) führen ein sehr stark agrarbetontes Leben und versorgen sich weitgehendst mit eigenen Produkten. Vieles, was inzwischen als Fortschritt angesehen wird, wird von ihnen abgelehnt. Das führt in der Ernährung dazu, dass auch Konservierungsmittel nicht verwendet werden. Alte Methoden der Haltbarmachung kommen zum Einsatz. Die Apfelbutter dient in diesem Zusammenhang als perfektes Beispiel, sie kommt ohne Zusatzstoffe aus und stellt eine Paralle zu unserem klassisch selbst zubereiteten Zwetschgenmus dar. Das Prinzip besteht darin, dass zerkleinerte Zwetschgen oder Äpfel bei geringer Zuckerzugabe so lange bei niedriger Temperatur im Topf auf dem Herd oder im Backofen in der Fettpfanne erhitzt werden, bis die Flüssigkeit so weit verdunstet ist, dass ein haltbarer Fruchtbrei entstanden ist.
2,5 kg Äpfel schälen, in kleine Würfel schneiden, 250 ml Weißwein oder Cidre mit den Äpfeln in einem Topf aufkochen, 2 Std im offenen Topf köcheln lassen bei niedrigster Temperatur, dabei immer wieder umrühren, nach 2 Std 100 g braunen Zucker unterrühren und weitere 2 Std im offenen Topf köcheln lassen - rühren nicht vergessen - danach evtl würzen mit Zimt, Kardamom, Nelken und erneut aufkochen
Die fertige "Apfel-Butter" in Twist-Off-Gläser füllen.
"Oldie" des Monats September 2010: "Erfahrung ist das halbe Leben"
sagt man. Jeder macht seine eigenen, manch einer gibt sie weiter, andere können davon profitieren. Vieles findet sich in Bauernregeln und überlieferten Sprüchen, für den September sind besonders zahlreiche bekannt. Hier ist eine kleine Auswahl zum lesen, schmunzeln und beobachten, ob etwas Wahres daran ist.
Ziehen die wilden Gänse weg, fällt der Altweibersommer in 'nen Dreck. * Wenn im September viele Spinnen kriechen, sie einen harten Winter riechen. * Gewittert's im September noch, liegt im März der Schnee noch hoch. * Septemberdonner prophezeit viel Schnee zur Weihnachtszeit. * Wie im September tritt der Neumond ein, so wird das Wetter den Herbst durch sein.
"Oldie" des Monats August 2010: Gurkenkosmetik
Gurken sind seit altersher im kosmetischen Einsatz. Bereits von Katharina von Medici, die im 16. Jh. lebte, ist bekannt, dass sie ein königliches Gesichtswasser aus Gurken- und Zitronensaft mit Mandelöl benutzte. Noch heute sind Gurkenmasken in der modernen Kosmetik im Einsatz. Gurken in dünnen Scheiben auf die Augen gelegt, lindern Tränensäcke. Gurkensaft wirkt außerdem kühlend bei Sonnenbrand.
"Oldie" des Monats Juli 2010: Rhabarber gegen Kohlhernie
Jeder Hobby-Gärtner kennt das Problem der Kohlhernie bei fast allen Kohlarten. Der Erreger dieser Pflanzenkrankheit ist ein Schleimpilz, der den Boden bis zu 20 Jahren verseuchen kann. Die Krankheitszeichen sind Verknotungen im Wurzelbereich, durch die die Pflanze so stark geschädigt wird, dass sie verkümmert.
Ein altes Hausmittel für die Abwehr der Kohlhernie ist das Eingraben von Rhabarberstücken dicht bei den Kohlpflanzen.
"Oldie" des Monats Juni 2010: Erdbeersaft nach Urgroßmutters Art
Rezept auf Seite 56 in

1 kg Erdbeerenunter fließendem Wasser abspülen, entstielen, im Sieb abtropfen lassen, in eine Schüssel füllen. 500 g Zucker mit 1/8 Liter Wasser zu einem Sirup kochen und diesen dann heiß über die Erdbeeren gießen, erkalten lassen, abdecken. Nach 24 Stunden den Saft leicht durch ein Tuch pressen, das Ganze noch einige Stunden stehen lassen, dann den Saft in Flaschen füllen, diese verschließen und im Wasserbad ca. 10 Min kochen.
Hinweis: Bei diesem alten Rezept wurden die Flaschen mit Pfropfen verschlossen, dann kreuzweise mit Bindfaden überbunden und nach dem Kochen gut "verpicht" (mit Pech eingerieben). Heute empfiehlt sich der Einsatz von Flaschen mit Twist-Off-Deckeln. Tipp: Beim Einfüllen des Saftes in die Flaschen behutsam vorgehen, damit der Bodensatz in der Schüssel bleibt.
"Oldie" des Monats Mai 2010: Sauerstoffbleiche
Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde die Wäsche zum Bleichen in Urin getaucht oder in Schweinejauche – verdünnt mit etwas kaltem Wasser. Der hohe Ammoniakanteil bewirkte die Fleckentfernung. Natürlich wurde die Wäsche anschließend gründlich gewaschen.
Alte Flurnamen in Dörfern und Städten deuten noch heute auf ein weiteres altes und bewährtes Wäschebehandlungsverfahren hin: die Sauerstoffbleiche. Schien die Sonne, breitete man die Wäsche auf dörflichen Bleichwiesen (daher auch die Flurnamen) aus, sie wurde mehrfach am Tag mit kaltem Wasser besprengt. Die heutigen Bleichmittel gibt es erst seit 1900.
Auch neuzeitliche Materialen werden durch die Sauerstoffbleiche schonend entfärbt: Besonders weiße Schneidbretter aus Kunststoff färben sich durch das Hacken von Kräutern oder Schneiden von Paprika ein und werden durch normales Reinigen – auch in der Spülmaschine – nicht wieder hell.
Tipp: Stellen Sie verfärbte Kunststoffbretter nach dem Reinigen für 2 – 3 Stunden in die direkte Sonne. Sie werden sehen, dass die Sauerstoffbleiche ihre Arbeit gut gemacht hat.
"Oldie" des Monats April 2010: Hausmittel Huflattich
Zu den Frühblühern zählt der eher unscheinbare, gelb blühende Huflattich, der an Bächen und auf lehmigen Böden wächst. In der Hausmedizin wird er seit Alters her eingesetzt als das beste Mittel "wider alle Gebresten der Brust", hauptsächlich gegen Husten oder zur Blutreinigung.
Hustentee: Für eine Tasse einen Teelöffel frische oder getrocknete Huflattichblüten mit kochend heißem Wasser übergießen, fünf Minuten ziehen lassen, absieben, mit Honig süßen und drei mal täglich nach den Mahlzeiten schluckweise trinken.
Hustensirup: Zwei Handvoll frische Blüten mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen, absieben, abkühlen lassen, noch lauwarm mit 500 g Honig vermischen, in Flaschen abfüllen, kühl aufbewahren. Mehrmals am Tag 1 Eßlöffel des Sirups bei Hustenanfällen einnehmen.
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